Villa Kennedy Hotel Frankfurt – Rocco Forte Gruppe – Erfahrung

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Allein der Name klingt schon besonders – „Villa Kennedy“ – ein Haus, das Geschichte und Moderne verbindet und weit über die Grenzen von Deutschland hinweg bekannt ist – doch ist es ein luxuriöses Haus, ein Hotel oder einfach ein Ort zum Wohlfühlen – unweit der Frankfurter Innenstadt und dem bekannten Bankenviertel?

Die „Villa Kennedy“ liegt gut geschützt hinter den Mauern, schwer einsehbar von außen und doch so dicht im Zentrum – ein perfekter Rückzugsort für alle Menschen die einmal Ruhe abseits der Metropole Frankfurt suchen und daher auch sehr beliebt bei vielen Prominenten, wie z.B. Heidi Klum, der deutschen Fussballnationalmannschaft, etc. – die Liste ist unendlich lang und doch sehr verschwiegen (es sei denn, die Prominenten twittern es selber)

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Die Lage des vom Architekten Alfred Günther um 1901 gebauten Hauses, der ehemaligen „Villa Speyer“ nach dem jüdischen Bankier Eduard Beit von Speyer, bietet die sehr gute und kurze Verbindung zwischen Flughafen Frankfurt und Innenstadt. Jeweils nur wenige Minuten Fahrzeit (oder Laufweg in die Innenstadt) und gleichzeitig die Ruhe von vielen Schlosshotels.

Die Adresse „Kennedyallee 70“, wurde nach dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy benannt, der wenige Monate vor dem Attentat, Frankfurt besucht hatte und den Weg zum Flughafen auf der ehemaligen Forsthausstraße gewählt hatte.

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Bis zur Jahrtausendwende wurde die „Villa Speyer“ vom Max-Planck-Institut für Biophysik genutzt, bevor sich anschließend die Rocco Forte Hotelgruppe  um das Objekt bemühte und es entsprechend mit drei Anbauten erweitert hat, die das Erscheinungsbild perfekt ergänzen.

Ein wenig „Geschichtsunterricht“ musste bei so einem historischen Gebäude einfach einmal sein, zu groß ist die Faszination, die so ein Gebäude ausstrahlt und auch von den Mitarbeitern auf angenehme Art vermittelt wird.

Eine kleine Vorfahrt zum Hotel, ein Bellcaptain bereit, sofort den Gast freundlich zu empfangen und sich sowohl um Gepäck und das Fahrzeug zügig und höflich zu kümmern. Ein Empfang im historischen Gebäude, der auf den Gast vorbereitet ist und den weiteren Checkin dann direkt auf der Suite vornimmt.

So einen ersten Eindruck wünscht man sich immer – und das ist auch, was man als Gast für die nächsten Stunden behält und mit dem Hotel verbindet.

Während man vom ersten Eindruck noch, eine kleine alte Villa erwartet hat, mit dem Charme eine Boutique-Hotels, erfährt man beim Weg zu den verschiedenen Zimmern und Suiten erst einmal, wie groß und doch ruhig das Haus ist.

Schwere Türen zu den einzelnen Räumen, modernste Technik auch direkt von außen sichtbar, ein kleiner Schalter im eigenen Flur, ob man Housekeeping wünscht, nicht gestört werden möchte oder sonstige Mitteilungen hat. Zimmerkarten ohne Magnetstreifen, gediegenes Licht und in dem Moment, wo sich die Zimmertür schließt, hat man vergessen, in einem Hotel zu sein.

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Nahezu unvorstellbar – 163 Suiten und Zimmer – mitten in Frankfurt und würde man nicht in der Ferne die anfliegenden Maschinen des Frankfurter Flughafens sehen, man würde nicht glauben, wo man sich aufhält.

Alle Zimmer verfügen über einen geräumigen Arbeitsbereich, Nespresso-Kaffeemaschine, eine kleine Sitzgelegenheit, sowie ein sehr komfortables Bett und ein großes Badezimmer mit Dusche und Wanne.

Je nach Bauform des Zimmers und ob im historischen alten Gebäude oder im 90% der Hotelfläche ausmachenden Neubau, sind die Badezimmer alle etwas unterschiedlich gestaltet, aber alle mit dem identischen Komfort und einer großen Mosaik von Poseidon, dem Gott des Meeres und Bruder von Zeus. Wen der Anblick von Poseidon im Badezimmer stört, für den bietet das Hotel auch die Möglichkeit dieses Kunstwerk mit speziellen Bezügen, zu verdecken.

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Die Zimmer und Suiten sind allgemein bereits sehr großzügig gestaltet, gerade auch im Vergleich mit vielen anderen Stadthotels in Deutschland und bieten durch die gelungene Einrichtung ein direktes Gefühl des „zu Hause sein“. Dieses ist jedoch auch kein Wunder, denn alle Hotels aus der Rocco Forte Gruppe wurden von keiner geringeren,  als Olga Polizzi, der Schwester des Besitzers, Sir Rocco Forte, eingerichtet. Ein durchgängiger, sehr angenehmer Stil mit kleinen Besonderheiten, die es jeweils zu entdecken gibt.

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Eine meiner ersten Anlaufstellen in fast jedem Luxus- und Lifestyle-Hotel, ist der Spa- und Schwimmbadbereich, eine kurze Entspannung in Sauna und Dampfbad, ein paar Minuten in einem Whirlpool und eventuell (je nach Wassertemperatur) ein paar Bahnen im Pool. Der Zugang zum Bereich erfolgt im Aufzug getrennt von den anderen Gästen, so dass man ungestört mit Bademantel direkt den Bereich erreicht (immer wieder lobenswert)

Der Empfang war ausreichend mit Mitarbeitern besetzt, die sofort aktiv anboten, einmal die verschiedenen Bereiche zu zeigen und nicht nur auf die Umkleidekabinen zeigten und denen das Wohl des Gastes im Haus danach egal ist. Die verschiedenen Möglichkeiten wurden auf sehr angenehme Art und Weise mir gezeigt und der Ruhebereich in der ersten Etage bot einen wunderbaren Blick auf das Schwimmbad, geschützt von den Geräuschen durch eine große Glasscheibe, mit ausreichend Liegen (inkl. Kopfhörern), sowie kostenlosen Getränken, wie z.B. frisch gepresstem Orangensaft etc.. Dieses ist für viele Luxushotels wirklich einmal ein gutes Vorbild, frische Getränke kostenlos zur Verfügung zu stellen, ebenso wie eine kleine „leichte“ Speisekarte mit Joghurt, Salat, etc. zu absolut fairen Preisen. (Sehr empfehlenswert!)

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Nach einer kurzen Ruhepause und der Nutzung der getrennten Saunabereiche für Männer und Frauen (jeweils eigene Sauna und eigenes Dampfbad – wieder inkl. Getränke), bot sich der späte Nachmittag für ein paar Minuten in der Sonne im Garten der Villa an. Auch hier wieder alle Liegen vorbildlich mit Handtüchern ausgestattet, eine angenehme Ruhe und tolle Kulisse.

Auf Grund der ersten Eindrücke im Spa- und Wellness-Bereich und der Auswahl der verschiedenen Massagen, gehe ich davon aus, dass sich die Qualität auch hierbei fortgesetzt hat, ich habe diese jedoch auf Grund des Terminplans nicht persönlich ausprobiert.

Eine gute Idee zeichnete sich dann beim Abendessen ab, die Speisekarte für das Restaurant, mit zusätzlicher Sitzgelegenheit im Innenhof, lag bereits auf dem Zimmer neben dem Arbeitsbereich, so dass alle Speisen auch in meine Suite hätten bestellt werden können. Gleichzeitig bot es in Ruhe die Möglichkeit, einmal die Preise für das Hotelrestaurant zu begutachten und ich war auch hierbei (ähnlich wie bei den Preisen der Minibar) wieder einmal sehr positiv überrascht. Sehr faire Preise und die Möglichkeit sich vorab schon über das Abendessen zu informieren.

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Die Entscheidung fiel jedoch gegen Inroom-Dining und an dem warmen Sommertag für Essen unter freien Himmel im Innenhof – eine leichte Küche mit mediterranem Flair um Chefkoch Dario Cammarata. Wie man sehen konnte, nicht nur bei Hotelgästen sehr beliebt, sondern auch bei vielen Frankfurter Bürger, die das Restaurant zum Halt und Abendessen nutzten.

Die Preise sehr fair, dazu sehr angenehm, dass jedes Gericht in einer kleinen und großen Version erhältlich ist, als Vergleich – Spaghetti al Pomodoro e Basilico – ab 12,00 EUR, Risotto al Frutti di Mare ab 16,00 EUR. Für ein Hotel dieser Kategorie eine sehr positive Überraschung.

Neben dem sehr ausgezeichneten Geschmack der Hauptspeise bleiben natürlich auch die Auswahl von selbst gebackenem Brot und über 110 verschiedenen Weinen haften. Ein Geschmackserlebnis, was schon fast, der perfekte Ausklang des Abends gewesen wäre – gäbe es nicht die preisgekröhnte „JFK“-Bar und das sehr freundliche und bemühte Team um Barmanager Kamal Sidhu.

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Wie so häufig bedeutet es auch hier zunächst zu erfahren, was gibt es als besondere Hotelcocktails, wofür lohnt es sich in die JFK-Bar in der Villa Kennedy zu gehen und wie ist die Auswahl am Abend zwischen alkoholischen Cocktails und Virgin-Drinks.

Am warmen Sommertag bot sich die Gelegenheit natürlich noch einmal an, einen Cocktail noch im Außenbereich zu testen, jedoch ist auch der Barbereich absolut sehenswert – eine Mischung aus zeitloser Eleganz eines englischen Clubs, gepaart mit dem Charme der großen amerikanischen Bars der frühen Jahre – eine  angenehme Symbiose die einlädt, auch mehr als eine Stunde gemütlich, zu verbringen.

Sicherlich erinnert Ihr euch noch an die Erfahrungen mit meinem Watermelon-Martini in Barcelona und so ähnlich ging es mir auch in der Villa Kennedy in Frankfurt – jeden Mitarbeiter den ich fragte, was soll ich probieren, was können Sie empfehlen, was wäre Ihr Lieblingscocktail – die Antwort war immer die Gleiche „Der Blackberry“ oder als Virgin-Version „Berry Smash“… etwas Limone, frische Beeren und … den Rest müsst Ihr selber herausfinden, wenn Ihr in Frankfurt seid – aber mein Favorit ist dieser Cocktail nun auch.

Die anschließende Nacht war eigentlich viel zu kurz, das Bett viel zu bequem und der Morgen viel zu früh gekommen – eine aufweckende Dusche und anschließender Kaffee mussten mich munter machen – schließlich wollte ich das Frühstück auch noch probieren.

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Es wird ebenfalls wieder im Restaurant Gusto serviert, mit Sitzmöglichkeiten innen und wieder im Garten und auch morgens schon von vielen Frankfurter Geschäftsleuten genutzt um ein Business-Frühstück abzuhalten. Eine große Auswahl an frischen Früchten, Broten, Müsli und Säften – dazu frische Eierspeisen auf Bestellung, die in eurem Preis für das Frühstück bereits enthalten sind.

So kann der Tag beginnen – zunächst frische Beeren und einen Cappuccino – anschließend ein Egg Benedikt mit Lachs nach Art des Hauses und das leichte Geplätscher vom Brunnen im Innenhof und der eine oder andere Cappuccino folgten anschließend noch… und für euch der erste Eindruck direkt auf Instagram.

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Auf dem Weg zurück in meine Suite, hatte ich die Möglichkeit in die verschiedenen Ballräume zu blicken und egal ob Veranstaltung, Kinoabend oder auch eine Hochzeit für eine kleine oder große Gruppe – in dieser „Villa Kennedy“ lassen sich traumhafte Feste feiern – und hinzu kommt ein Concierge, von der „alten Schule“. Der besondere Hinweis für den Einkauf in Frankfurt, das geheime Restaurant oder auch die Karten für das Theater, die schon seit Monaten ausverkauft sind. Das verstehe ich unter einem guten Hotel und einem guten Concierge…

Leider endet aber auch hier schon mein Tag in der Villa Kennedy und ich nehme Eindrücke mit, die mir lange in Erinnerung bleiben werden. Der Charme eines „Grandhotels“ der Jahrhundertwende, der Service und die Aufmerksamkeit, die man in der Kategorie in der heutigen Zeit erwarten kann und ein absolut durchdachtes Konzept der Gästebetreuung.

Bemerkenswert und in der heutigen Zeit eine Seltenheit und dafür umso erfreulicher – ein Turndown-Service der nicht nur die Mülleimer abends einmal leert und die Vorhänge zuzieht, sondern für trockene und neue Bademäntel unaufgefordert nach dem Schwimmen sorgt, die Wasserflaschen (kostenlos!) nachfüllt und den Gast noch einmal darauf hinweist, das die Schuhe kostenlos über Nacht geputzt werden können.

Nachdem das Gepäck verladen war, der Checkout wieder erfolgt ist und die schützenden Mauern der Villa Kennedy wieder hinter mir waren, merke man wieder – ich war in Frankfurt und hatte es vollständig vergessen – 24 Stunden, wie im Paradies. Herzlichen Dank an das Team der Villa Kennedy.

pureGLAM.tv war freundlicherweise auf Einladung der Villa Kennedy Frankfurt in diesem Hotel. Die Kosten für die Übernachtung, sowie das Frühstück wurden von Villa Kennedy übernommen. Dieses hat keinen Einfluss auf die Bewertung und Beurteilung des Hotels gehabt. Herzlichen Dank für die Unterstützung dieser Recherche.